Fabio De Giacomi

Tenor

Fabio De Giacomi wurde in Zürich geboren. Nach dem Gymnasium studierte er ein Jahr Musikwissenschaften an der Universität Zürich und absolvierte das Vorstudium am Konservatorium Winterthur bei David Thorner. Nach seinem Lehrdiplom (2008) an der Musikhochschule Luzern bei Peter Brechbühler setzte er sein Studium bei Scot Weir an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und am Schweizerischen Opernstudio in Biel fort, welches er im Sommer 2010 mit dem Master of Specialized Performance – Oper abschloss.

 

In seinen zahlreichen weltlichen und kirchenmusikalischen Konzerten in der Schweiz, dem nahen Ausland und Japan, tritt er mit einem breitgefächerten Repertoire auf. Er ist an Liederabenden und in geistlichen Konzerten zu hören, so zählen etwa Messen von Mozart, Bach-Kantaten, Bachs Johannes Passion, Händels Alexander’s Feast, Rossinis Petite Messe Solennelle, Donizettis Messa di Requiem, Bizets Te Deum und viele weitere Werke zu seinem Repertoire

 

Einen besonderen Schwerpunkt setzt er in der Oper und Operette. So sang er Orlando in „Orlando Paladino“ von Joseph Haydn, die Partie des Dikson in „La dame blanche“ von F.A. Boïeldieu, Agenore in Mozarts „Il re pastore“, Blondel in Grétrys „Richard Coeur de Lion“, sowie zahlreiche weitere Partien. Er war von 2001 bis 2011 Sänger und Mitorganisator bei der Jugendopernbühne OpernHausen in Hausen am Albis. In den Spielzeiten 2009 bis 2012 sang er am Theater Biel/Solothurn Monostatos in „Die Zauberflöte“ von Mozart, Brissard in „Der Graf von Luxemburg“ von Lehár, Knappe Feuerstein in Offenbachs „Ritter Eisenfrass“ und Ajax I in Offenbachs „La Belle Hélène“. In der Saison 2012/13 war er am Theater Biel/Solothurn als Gustav in Lehárs „Land des Lächelns“ auf der Bühne zu hören und verkörperte dieselbe Rolle in einer Neuinszenierung im Rahmen des Opernfestivals Solothurn Classics 2013. Unter Regie von Peter Konwitschny und dem Dirigenten Johannes Harneit sang er 2014 in den szenischen Bachkantaten „O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit“ am Stadttheater Chur.

An den Operettenbühnen Bremgarten (2019 als Pimpinelli in Paganini), Hombrechtikon (2014 als Peter Iwanow in «Zar und Zimmermann»), Beinwil am See (2020 als Erminio in Millöckers «Gasparone», 2018 als Sidler in «Im weissen Rössl am Wolfgangsee»), Möriken (2019 als Camille in «Die lustige Witwe») verkörperte er zahlreiche Gesangspartien. Auch mit der Operettenbühne Burgäschi tritt er regelmässig auf, so zum Beispiel im Januar 2022 in der Operette «Gold’ne Liebe» von Benatzki und im Sommer 2022 in den Schweizer Erstaufführungen der von Paul Abraham 1937 komponierten Fussball-Operette «Roxy und ihr Wunderteam».

Für 2023 stehen unter anderem Vorstellungen von "Der Bettelstudent" mit der Operettenbühne Beinwil am See auf dem Programm.

Er ist Preisträger des internationalen japanischen Cho-Ko-Hai Wettbewerbs 2010.

 

Fabio De Giacomi unterrichtet Gesang an der Musikschule Konservatorium Zürich MKZ.